Umfrage Leitbild Nachhaltigkeit

Liebe Mitglieder, wie Sie der Mitgliederinformation entnehmen konnten, soll das Leitbild Nachhaltigkeit das nachhaltige Wirtschaften konkretisieren und so als Ergänzung zum FSK-Verhaltenskodex dienen. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung bis zum 15. Februar 2026 zu den einzelnen Parts des Leitbilds bis und danken Ihnen vorab für Ihre Mühe. Unterzeichnung und Veröffentlichung:
Das FSK Leitbild Nachhaltigkeit entspringt der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit des Converter Networks, in dem sich die schaumstoffverarbeitenden Mitglieder des Fachverbandes Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. zusammengeschlossen haben. Das FSK Leitbild Nachhaltigkeit wurde daher mit Blick auf das nachhaltige Wirtschaften insbesondere der Verarbeiter entwickelt, soll aber auch für die übrigen FSK Mitglieder, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Schaumkunststoff- und Polyurethanbranche agieren, in den für sie jeweils anwendbaren Punkten als Leitziele dienen. Wir, die Unterzeichner dieses Leitbildes, erkennen an, dass unser Handeln und Wirtschaften tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und unseren Planeten hat. Wir glauben fest daran, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch eine Chance ist. Es ermöglicht uns, Ressourcen effizienter zu nutzen, Innovationen voranzutreiben und langfristige Werte – im Einklang mit den SDGs der Vereinten Nationen – für alle zu schaffen. Wir verpflichten uns daher zu einem Wirtschaftsmodell, das die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Dies bedeutet, dass wir in allen unseren Geschäftspraktiken auf ökologische Integrität, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Rentabilität achten.
1. Wir befürworten und fördern den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen sowie insbesondere von biozirkulären Abfällen und Reststoffen. Nachwachsende Rohstoffe sollten dabei nicht in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln stehen oder die Vernichtung natürlicher Lebensräume antreiben. Zertifizierungen nach international anerkannten Nachhaltigkeitsschemen (ISCC PLUS etc.) sind Voraussetzung für die Nutzung dieser Rohstoffe. Der Einsatz dieser Schaumstoffe aus biozirkulären Abfällen und Reststoffen, stellt den größten Hebel zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen zu Beginn der Wertschöpfungskette dar.
2. Wir befürworten und fördern die Verwendung recycelter Materialien - unabhängig von dem technischen Verfahren, mit dem sie gewonnen wurden.
3. Wir legen Wert auf eine umweltbewusste Lieferkette. Von unseren Lieferanten erwarten wir eine Überprüfung der Geschäftspraktiken und Produktionsprozesse, um Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltauswirkungen zu implementieren.
4. Wir erstellen unternehmensbezogene CO2-Bilanzen, die jährlich aktualisiert werden. Der Corporate Carbon Footprint umfasst dabei mindestens Scope 1 + 2. Ziel ist die Bilanzierung inklusive Scope 3. Wo möglich, sind Primärdaten – z.B. zur Ermittlung der Emissionen aus dem Materialeinsatz – zu nutzen.
5. Wir erarbeiten Ziele und Strategien zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Gesetzte Ziele und Ergebnisse werden intern und extern kommuniziert.
6. Wir fördern den Einsatz erneuerbarer Energien und arbeiten daran, diese selbst zu erzeugen oder über den Markt zu beziehen.
7. Wir achten bereits in der Produktentwicklung auf die Prinzipien des Ecodesign , um von Anfang an Umweltauswirkungen zu minimieren.
8. Wir reduzieren unser Abfallaufkommen und Verbessern das Recycling und/oder die Wiederverwertung unserer Produktionsabfälle.
Zum Abschluss dieses Leitbildes möchten wir betonen, dass nachhaltiges Wirtschaften ein kontinuierlicher, nie endender Prozess ist und es immer Raum für Verbesserungen gibt. Wir verpflichten uns daher zu Transparenz, Offenheit und ständigem Lernen. Wir werden regelmäßig über unsere Fortschritte berichten und unsere Strategien und Praktiken kontinuierlich überprüfen und anpassen, um sicherzustellen, dass sie den höchsten Standards für Nachhaltigkeit entsprechen.
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